Im Mai 2018 hat der Gemeinderat der Stadt Schwaz beschlossen, an einem EU-Projekt zum Austausch von Erfahrungen bei ihrer Tätigkeit und Interaktion mit Migranten teilzunehmen. Im August 2018 wurde der Vertrag mit der International Organization for Migration unterzeichnet.[1]
Die diesbezüglichen Projekte wie Workshops, Arbeitsaustausch, Schulungen, Beratungen im Rahmen von offiziellen, aber auch von informellen Besuchen sind bekannt und gleichsam unwirksam und haben auch keinen Mehrwert für die betreffenden Personen.
Andererseits sind Millionen Menschen auf der Flucht nach Europa. Während man sich hierzulande damit begnügt, die Folgen des derzeitigen Migrationsprozesses notdürftig zu verwalten, stehen vor allem die Erstaufnahmeländer unter Druck. Gleichzeitig sehen viele europäische Hilfsorganisationen der Fluchtbewegung tatenlos zu oder unterstützen sogar den Exodus und betreiben letztlich damit nur eine Bekämpfung der Symptome.[2]
Die Stadt Schwaz kann hier durch konkrete Aktionen einen entscheidenden Beitrag leisten. Sieben Partnerstädte hat Schwaz bereits. Die Stadt Schwaz ist bekannt dafür, ihre Beziehungen zu Partnerstädten mit viel Engagement zu pflegen. Eine Städtepartnerschaft mit einer syrischen Gemeinde wäre ein ambitioniertes Projekt, dass es in dieser Form bislang nicht in Österreich gegeben hat.
Mit einer Partnerschaft könnte Schwaz die Entwicklung hin zu einer friedlichen und sicheren Region inmitten des krisengeschüttelten Nahen Ostens direkt unterstützen.
Städtepartnerschaften haben auch das Ziel, die Zusammenarbeit der Städte im Bereich von Wirtschaft und Verwaltung, zum wechselseitigen Nutzen zu fördern.
Von besonderer Bedeutung ist es, auf der Grundlage der Städtepartnerschaften dauerhafte wirtschaftliche Beziehungen aufzubauen um die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern sowie nachhaltige Kooperationen zu erreichen, um Flüchtlingsströme einzudämmen und Hilfe vor Ort zu leisten um lebensgefährliche Fluchtrouten zu schließen und menschenfeindlichen Schleppern die Einnahmequellen zu entziehen.
Durch Hilfe vor Ort können ortsgebundene Projekte verwirklicht werden.
Zudem bietet sich die Möglichkeit, das großartige Land Syrien kennen zu lernen und mit ihm die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen vor Ort. Nicht umsonst war Syrien vor dem Krieg ein beliebtes Reiseland mit zahlreichen historischen Stätten. Schwaz kann dazu beitragen, dass nach und nach wieder Alltag und Zukunftsperspektive im Leben der Menschen Einzug hält und mit Besuchen den Tourismus in Syrien ankurbeln.
Weitere Projekte können gemeinsam mit den zurückkehrenden Familien entstehen!
Antrag:
Der Gemeinderat wolle beschließen:
„Die Stadt Schwaz möge prüfen, ob eine Städtepartnerschaft mit einer syrischen Gemeinde, möglich ist.
Zudem soll die Möglichkeit von Fördermitteln seitens des Bundes geprüft werden.“